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Gemüse auf dem heißen Eisen

RTL-Moderatorin Janine Steeger stellte auf dem NaturGut die neuesten Grill-Trends vor

17.05.2013: Die Grillsaison hat begonnen. Bisher war der Rost jedoch nur einer ganz bestimmten Lebensmittelgruppe vorbehalten: dem Fleisch. Vegetarier mussten sich an Beilagen sättigen. Doch erfreulicherweise sei beim Grillen ein neuer Trend zu beobachten, erklärte Janine Steeger, RTL-Moderatorin auf dem NaturGut Ophoven und Patin der Veggietag-Kampagne in Leverkusen. „Gegrilltes Gemüse, Soja-Burger oder Tofu-Spieße in exotischen Variationen werden immer beliebter – auch bei Nichtvegetariern.“ Am Mittwoch stellte sie gemeinsam mit Stefan Brandt und Walter Schultze, ehrenamtliche Mitarbeiter von NaturGut Ophoven, einfache aber fantasievolle Rezepte für ein vegetarisches Barbecue vor.

Gefährlicher Fleischkonsum

„In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch bei über 1,2 Kilogramm pro Woche, das ist nicht gesund“, so die Fernsehmoderatorin. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehle maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche, weil übermäßiger Fleischkonsum zu Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs führen kann. „Grund genug, den Fleischkonsum zu reduzieren und auch beim Grillen auf vegetarische Alternativen zurück zu greifen“.

Vegetarisch – der Umwelt zuliebe

„Eine vegetarische Lebensweise ist nicht nur für die Gesundheit förderlich: fast ein Fünftel aller Treibhausgasemissionen ist auf unsere Ernährung zurück zu führen. Den größten Teil davon macht die Produktion von Fleisch aus“, ergänzte Hans-Martin Kochanek, Leiter von NaturGut Ophoven. Splitte man den Sektor Ernährung auf in die Bereiche Verbraucheraktivitäten, Handel, Verarbeitung sowie Landwirtschaft, dann entfallen knapp die Hälfte (44 Prozent) der Treibhausgasemissionen auf die Produktion tierischer Lebensmittel und lediglich acht Prozent auf die Produktion pflanzlicher Lebensmittel, so Kochanek. Weniger Fleisch zu konsumieren, bedeute deshalb aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Dem Welthunger entgegen wirken

Neben dem Umweltaspekt spiele auch die ethische Perspektive beim Fleischkonsum eine Rolle, so Walter Schultze. „Ein Steak von 225 Gramm enthält so viel Pflanzenenergie, wie 40 Kinder zum Überleben für einen Tag brauchen würden“. Studien haben ergeben, dass 100 Millionen Menschen zusätzlich ernährt werden könnten, wenn die Industrieländer ihren Fleischverbrauch um nur zehn Prozent reduzieren würden, so der Ehrenamtler weiter.

Bio statt Massentierhaltung

Janine Steeger plädiert dafür, weniger und dafür gutes Fleisch zu essen. „Die Bedingungen, unter denen Nutztiere in der industriellen Fleischproduktion gehalten, geschlachtet und verarbeitet werden, um bei uns als 2,99-Euro-Steak auf dem Grill zu landen, sind nicht vertretbar“. Bio-Fleisch dagegen garantiere, dass die Tiere auf artgerechte Weise gehalten werden. „Bei dieser Produktion werden sogar bis zu 35 Prozent weniger Treibhausgase freigesetzt“, so die Moderatorin.

Vegetarische Grillrezepte gibt es hier.

Hintergrund zur Leverkusener Klimakampagne

Die Aktion ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Klimaschutz – jeder jeden Tag“, die von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen den Leverkusener Bürgern den Klimaschutz nahe bringen. Mehr unter: www.naturgut-ophoven.de/klimakampagne.

Bild (v.l.n.r.): Stefan Brandt, Hans-Martin Kochanek mit Asiatischen Pilzspießen mit Tofu, Janine Steeger mit Halumi-Käse in Kräuter-Knoblauch Marinade, Jan Sting (Leverkusener Stadtanzeiger) und Walter Schultze mit Naan-Brot. Auf dem Grill: Kichererbsen-Bratlinge mit Babganoush-Paste.

Britta Demmer

Dem Klima zu Liebe – ein Weihnachtsschmaus mal ohne Fleisch

AWO und NaturGut Ophoven zeigen wie's geht
 
17.12.2012: Der Braten gehört für viele traditionell zum Weihnachtsschmaus. Aber es geht auch ohne. Das bewiesen am Freitag Margit Günther vom Fachbereich „Kochen und Genießen“ der AWO Leverkusen und Walter Schultze vom NaturGut Ophoven. Gemeinsam mit einer kleinen Kochgruppe aus Nicht-Vegetariern bereiteten sie ein leckeres fleischloses Weihnachtsmenü mit Möhren-Apfel-Ingwer-Suppe und gerösteten Kürbiskernen, Pilz-Risotto mit Kürbisschiffchen und einer Orangen-Mascaponecreme mit Zimtsternen zu. „Weniger Fleisch zu essen ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt und das Klima“, erklärte Walter Schultze bei den Kochvorbereitungen in der AWO-Kochen und Genießen“ der AWO Leverkusen und Walter Schultze vom NaturGut Ophoven. Gemeinsam mit einer kleinen Kochgruppe aus Nicht-Vegetariern bereiteten sie ein leckeres fleischloses Weihnachtsmenü mit Möhren-Apfel-Ingwer-Suppe und gerösteten Kürbiskernen, Pilz-Risotto mit Kürbisschiffchen und einer Orangen-Mascaponecreme mit Zimtsternen zu. „Weniger Fleisch zu essen ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt und das Klima“, erklärte Walter Schultze bei den Kochvorbereitungen in der AWO-Großküche. Die Produktion von Rindfleisch setze 43-mal so viel CO2-Äquivalente frei wie der Anbau von Gemüse.

Möhren schnibbeln, Ingwer reiben, Pilze putzen – nach einer Stunde ist das 8-köpfige Kochteam fertig. Es duftet nach Zimt, Curry und Ingwer. Das dreigängige Menü wird serviert und das Ergebnis wird probiert. Manfred Hans, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AWO, ist begeistert: „Der Braten hat bei dem Menü nicht gefehlt.“ Auch Herta Lührig und Gisela Schmeling, Hausfrauen und Nicht-Vegetarierinnen, sind überzeugt von dem Rezept: Damit kriege man jeden satt.

Lieber weniger, dafür gutes Fleisch

Laut Klimareport der Vereinten Nationen ist die weltweite Viehwirtschaft schädlicher für das Klima als der komplette Verkehrssektor mit all seinen Autos, Motorrädern und Flugzeugen. „Immer mal wieder auf Fleisch zu verzichten, ist deshalb aktiver Klimaschutz,“ so Walter Schultze. Weniger, dafür hochwertigeres Fleisch aus der Region sei eine vernünftige Strategie.

Deshalb beteiligt sich NaturGut Ophoven gemeinsam mit der AWO und vielen anderen Partnern in der Stadt an der Leverkusener Veggietag-Kampagne (www.veggitag-leverkusen.de). Ziel der Initiative ist die Einführung eines vegetarischen Tages in Leverkusen. In Schulmensen, Krankenhaus- und Altenheimküchen sowie Unternehmenskantinen und Restaurants soll das vegetarische Angebot erhöht und besonders beworben werden.  Auch Privatpersonen können sich anschließen und mehr – bevorzugt donnerstags - vegetarisch essen.

An der Internationalen Kampagne nehmen viele große Städte teil wie San Francisco, Kapstadt oder Sao Paulo. Auch einige deutsche Städte wie Münster, Freiburg oder Tübingen haben bereits einen vegetarischen Wochentag eingeführt (www.donnerstag-veggietag.de). Tipps und Anregungen sowie das Rezept des Weihnachtsmenüs gibt es im Netz unter www.veggietag-leverkusen.de.

Hintergrund zur Leverkusener Klimakampagne

Der Veggietag ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Klimaschutz - jeder jeden Tag“, die seit Oktober 2007 von NaturGut Ophoven, dem BUND und dem NABU organisiert wird. Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen Leverkusener Bürger den Klimaschutz nahe bringen.

 

Britta Demmer

 

Bild 1: (v.l.n.r.) Walter Schultze (ehrenamtlicher Mitarbeiter NaturGut Ophoven), Margit Günther (AWO Fachbereich „Kochen und Genießen“), Gisela Schmeling (Hausfrau), Herta Lührig (Hausfrau), Manfred Hans (geschäftsführender Vorstand AWO)

 

 

 

 

 

Bild 2 (v.l.n.r.): Gisela Schmeling (Hausfrau), Margit Günther (AWO Fachbereich „Kochen und Genießen“), Herta Lührig (Hausfrau)

Auftakt des Leverkusener Veggietags in der Wiesdorfer Fußgängerzone  

25.06.2012: Auberginenroulade mit Ziegenkäsefüllung, Lauchschnecken oder Zaubermonde Oriental: die acht Meter lange Tafel in der Wiesdorfer Fußgängerzone ist reich gedeckt mit vegetarischen Köstlichkeiten. Zum Auftakt der Leverkusener Klimatage startet Oberbürgermeister Buchhorn die Leverkusener Veggietag-Kampagne. Ziel der Initiative ist die Einführung eines vegetarischen Tages in Leverkusen. Jeden Donnerstag soll in Schulmensen, Unternehmenskantinen und Restaurants das vegetarische Angebot erhöht und besonders beworben werden.

Auch Privatpersonen sollen sich anschließen und donnerstags auf Fleisch verzichten. "Immer mal wieder auf Fleisch zu verzichten, ist aktiver Klimaschutz, denn eine Kuh belastet das Klima so stark wie ein Kleinwagen", so das Stadtoberhaupt. Weniger, dafür hochwertigeres Fleisch aus der Region sei eine vernünftige Strategie, erklärte der Oberbürgermeister.

"Unsere Ernährung hat nicht nur großen Einfluss auf unsere Gesundheit, wie jeder weiß, sondern auch auf die Umwelt und das Klima", erklärte Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGuts Ophoven, das die Internationale Kampagne in Zukunft auch in Leverkusen voranbringen will. Die Nutztierhaltung trage mit 18 Prozent mehr zur Klimaerwärmung bei als der weltweite Transportsektor mit all seinen Autos, Lastwagen, Schiffen und Flugzeugen (13 Prozent), so Kochanek weiter.

"Der Veggietag bietet auch eine großartige Gelegenheit, Kinder und Bürger an eine gesündere Lebensweise zu erinnern", erklärte Susan Rübhausen, Regionaldirektorin der AOK Rheinland/Hamburg. "Zu viel Fleisch schadet Herz und Kreislauf. Der unfreiwillige Konsum von Hormonen, Antibiotika und anderen Medikamenten durch die Tiermast und Haltung können beim Menschen große gesundheitliche Schäden verursachen."

Bereits im Vorfeld haben sich Restaurants, Caterer und der Einzelhandel bereit erklärt, mitzumachen. Das vegetarische Fingerfood der langen Tafel wurde gesponsert von der Biofleischerei Müller aus Küppersteg, dem Restaurant "Olive" aus Opladen, dem Restaurant "Haus am Park" aus Küppersteg, dem Champignonvertrieb Moser aus Langenfeld, dem HIT-Markt aus Schlebusch und dem Bauernladen Baumhögger-Wieden aus Imbach. Unterstützt wird die Leverkusener Kampagne auch von AOK, dem OLEO Gesundheitsfonds, der Verbraucherzentrale NRW und dem BUND/NABU.

An der Internationalen Kampagne nehmen weltweit viele große Städte wie San Francisco, Kapstadt oder Sao Paulo teil. Auch deutsche Städte haben bereits einen vegetarischen Wochentag eingeführt (www.donnerstag-veggietag.de). Selbst in Leverkusen gibt es schon einzelne Initativen, die dem Aufruf folgen: 41 Kindergärten werden von dem Caterer "Schlemmerservice" aus Köln-Merkenich jeden Donnerstag mit leckeren vegetarischen Gerichten versorgt. Auch das Restaurant "Haus am Park" auf der Bismarckstraße bietet bereits seit 2009 konsequent jeden Donnerstag ein vegetarisches Lunch an, das sehr großen Anklang bei seinen Gästen gefunden hat.

Zeichen setzen

Das NaturGut Ophoven wird die Kampagne in Leverkusen koordinieren und freut sich auf Mitstreiter und Unterstützer. Das Umweltbildungszentrum wird Schulen, Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser sowie Caterer und Restaurants ansprechen, an der Aktion teilzunehmen. Das NaturGut bietet Großküchen und Kantinen im nächsten Jahr Fortbildungen bei der Zubereitung vegetarischer Menüs an und plant einmal im Jahr mit Unterstützung der Leverkusener Gastronomie ein vegetarisches Straßenfest zu organisieren. Wer mitmachen will, findet viele Tipps und Anregungen im Netz unter www.veggietag-leverkusen.de oder www.donnerstag-veggietag.de.

Hintergrund zur Leverkusener Klimakampagne

Der Veggietag ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne "Klimaschutz - jeder jeden Tag", die seit Oktober 2007 vom NaturGut Ophoven, dem BUND und dem NABU organisiert wird. Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen Leverkusener Bürger den Klimaschutz näher bringen.